Diese Bedingungen gelten für die Nutzung der Web-Anwendung „Fuhrbericht“ (nachfolgend „Dienst“), angeboten von J&H E-Commerce, Inhaber Julian Yilmaz (nachfolgend „Anbieter“). Der Dienst richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen (nachfolgend „Kunde“). Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihnen schriftlich zustimmt.
Der Anbieter stellt dem Kunden den Dienst als Software-as-a-Service über das Internet zur Verfügung: Erfassung von Fahr-, Einsatz- und Abholberichten mit Fotos und Unterschriften, Verwaltung offener Aufträge, Tankbuch, Zeiterfassung, Statistik und Datenexport, jeweils in dem auf der Website beschriebenen Funktionsumfang. Der Kunde erhält einen eigenen, logisch getrennten Datenbestand („Firma“) und kann darin beliebig viele Benutzer anlegen. Der Anbieter entwickelt den Dienst fortlaufend weiter und darf Funktionen anpassen, solange der wesentliche Leistungsumfang erhalten bleibt.
Mit der Registrierung beginnt eine kostenlose Testphase von 30 Tagen mit vollem Funktionsumfang. Zahlungsdaten sind hierfür nicht erforderlich. Nach Ablauf wird der Zugang schreibgeschützt: Daten bleiben einsehbar und exportierbar, Änderungen sind nicht mehr möglich. Ein kostenpflichtiger Vertrag kommt erst zustande, wenn der Kunde die Fortsetzung beauftragt und der Anbieter dies bestätigt; eine automatische Umwandlung in einen kostenpflichtigen Vertrag findet nicht statt. Wird die Fortsetzung nicht innerhalb von 90 Tagen nach Ende der Testphase beauftragt, darf der Anbieter den Datenbestand löschen; er kündigt dies per E-Mail an.
Die Nutzung kostet 29 € pro Firma und Monat. Gemäß § 19 UStG (Kleinunternehmerregelung) wird keine Umsatzsteuer berechnet; der genannte Preis ist der Endpreis. Der Preis gilt unabhängig von der Zahl der Benutzer, Fahrzeuge oder Berichte. Die Abrechnung erfolgt monatlich oder – nach Vereinbarung – jährlich im Voraus per Rechnung, zahlbar innerhalb von 14 Tagen per Überweisung. Bei Zahlungsverzug kann der Anbieter den Zugang nach Mahnung und Ablauf einer Nachfrist von 14 Tagen schreibschützen. Preisänderungen kündigt der Anbieter mindestens sechs Wochen im Voraus an; der Kunde kann in diesem Fall zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens kündigen.
Der kostenpflichtige Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Seiten mit einer Frist von 14 Tagen zum Ende des jeweils bezahlten Abrechnungszeitraums gekündigt werden. Die Kündigung bedarf der Textform (E-Mail genügt). Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Nach Vertragsende kann der Kunde seine Daten noch 30 Tage lang exportieren; danach löscht der Anbieter den Datenbestand gemäß dem Vertrag zur Auftragsverarbeitung.
Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit des Dienstes, schuldet aber keine bestimmte Verfügbarkeit. Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit außerhalb üblicher Arbeitszeiten durchgeführt und bei größeren Arbeiten angekündigt. Die Serverdaten werden regelmäßig gesichert; die Sicherung dient der Wiederherstellung des Dienstes nach Störungen, nicht der Wiederherstellung einzelner vom Kunden gelöschter Datensätze.
Der Anbieter verarbeitet die vom Kunden erfassten Inhalte ausschließlich in dessen Auftrag. Bestandteil des Vertrags ist der Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Einzelheiten zur Datenverarbeitung beschreibt die Datenschutzerklärung.
Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit. Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf) und dabei begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden, höchstens jedoch auf die vom Kunden in den zwölf Monaten vor dem Schadensereignis gezahlten Entgelte. Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt. Während der kostenlosen Testphase haftet der Anbieter nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.
Der Anbieter kann diese Bedingungen mit Wirkung für die Zukunft ändern, wenn dies aus rechtlichen oder technischen Gründen erforderlich ist oder neue Funktionen betrifft. Änderungen werden dem Kunden mindestens vier Wochen vor Wirksamwerden per E-Mail mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gelten die Änderungen als angenommen; auf diese Folge weist der Anbieter in der Mitteilung hin. Widerspricht der Kunde, kann der Anbieter den Vertrag zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens kündigen.
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist, soweit gesetzlich zulässig, der Sitz des Anbieters. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
Stand: 10.09.2026